23C3

Vorgestern bin ich aus Berlin heimgekommen. Da ich während des Kongresses nie wirklich Zeit hatte, was im Blog zu schreiben, hole ich das jetzt nach.

Eröffnungsrede

Am Anfang gab’s natürlich wie schon letztes Jahr die Eröffnungsrede. Diesmal war die Ansprache von John Perry Barlow, einem Mitgründer der EFF. Er fing an mit den Worten “I grew up in a small town in Arizona” oder so, typisch irgendwie :) . Den Rest kann man in einem Heise-Artikel nachlesen. Fand seine Rede nicht besonders überzeugend und irgendwie auch nicht so relevant. Die letztes Jahr war sicher besser.

Go – Das Spiel für die Menschen

Ein interessanter Vortrag über Go von einem Spieler, der schon einmal Europa-Meister wurde – er weiss also wovon er spricht :) . Es ging hauptsächlich darum, warum die besten Go-Programme nur so gut wie ein fortgeschrittener Anfänger spielen und warum Brute-Force nicht funktioniert. War spannend, und vielleicht wird irgendwann die Forschung der KI es ermöglichen, ein gutes Go-Programm zu schreiben.

Java wird Groovy

Java wird Groovy war gut vorgetragen. Allerdings hat man vom Inhalt her als Ruby-Programmierer nicht wirklich viel neues gesehen – will heissen, dass ich alle Konzepte von Ruby her schon kannte. Da Groovy aber auf der JVM läuft und sie das Ziel haben, dass Java-Code auch gültiger Groovy-Code ist, kann ich mir vorstellen, dass Groovy für an Java gebundene Programmierer interessant ist. Allerdings gibt’s da auch noch andere Möglichkeiten wie zum Beispiel JRuby.

Konrad Zuse – Der rechnende Raum

In diesem audiovisuellen “Live-Feature” wurde die Geschichte Konrad Zuses erzählt, dem Erfinder des Computers (und nebenbei einer der ersten höheren Programmiersprachen – Plankalkül). Das Feature wurde von einer Gruppe von Sprechern vorgetragen und konnte durch viele Zitate und Bilder eine gute Atmosphäre erzeugen und hat mir sehr gefallen.

Black Ops 2006 Viz Edition

Dieser Vortrag von Dan Kaminsky war sehr spannend. Es ging darum, binäre Dateien grafisch darzustellen, um Muster und Zusammenhänge zu erkennen. Unbedingt Video anschauen wenn sie verfügbar sind.

Trust Your Eyes

Darin ging es um Grundlagen der Visualisierung und wie man mit Visualisierungen “faken” kann. Es gab interessante Grafiken und Statistiken zu sehen und die Erkenntnis, dass Visualisierungen nicht mal falsch sein müssen, um damit zu lügen. Am Ende hat die Vortragende noch GNU R empfohlen :) .

Hacker Jeopardy

Das Hacker Jeopardy war besser als letztes Jahr, da es diesmal halb Deutsch, halb Englisch war,
anstatt nur Englisch. Das mit dem Fragen stellen hat immer noch nicht ganz geklappt, es wurde fast ausschliesslich “Was ist …?” gebraucht. Waren lustige Kategorien dabei, wie zum Beispiel die Bedeutung einjapanisierter englischer Wörter wie “saabaa” (heisst Server) rauszufinden. Oder es war ein Zeichen aus dem ASCII-Zeichensatz gegeben und man musste den Namen des TCP-Port zur Nummer des Dezimalwerts herausfinden.

Abschliessend

Die obigen Vorträge sind nicht die einzigen, die ich gesehen habe, sondern einfach eine Auswahl. Hab auch ein paar vermutlich Gute verpasst und sobald die offiziellen Videomitschnitte draussen sind, werde ich die noch schauen.

Der Kongress hat Spass gemacht, es waren auch dieses Jahr wieder viele interessante Themen dabei… So, wer bis hierher gelesen hat, dem wünsche ich noch ein schönes neues Jahr! ;)

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