Bedenkliche Aspirin-Werbung
am 22.05.2007 um 23:59
Vorhin konnte ich den Fernseher nach Dr. House nicht schnell genug abschalten und habe darum Werbung «erwischt». Und zwar die Werbung für Aspirin.
Ich glaube es gibt mehrere Ausgaben davon, aber die, die ich gesehen hab ging etwa so: Es steigen zwei junge Frauen einen Aussichtsturm hoch und zählen dabei ihre Schritte, wobei sie oben angekommen bei 400 oder so sind. Dann folgender Dialog:
Frau 1: Jetzt tun mir meine Beine weh. *stöhn*
Frau 2: Nimm doch ein Aspirin. *Schachtel hinhalt*
Frau 1: Aber ich hab doch keine Kopfschmerzen!
Frau 2: Aspirin hilft auch gegen Beinschmerzen. *wissend dreinschau*
Frau 1: OK. *Schachtel nehm*
Danach kommt noch eine Grafik von einem Körper mit rot eingefärbten Stellen (das übliche halt) und dann was in der Art von «Aspirin lindert jegliche Art von Schmerzen.» Eine andere Variante der Werbung ist nach dem Fitness, mit dem gleichen Dialog von wegen Beinschmerzen.
Was ich nicht schlimm finde, ist wenn man vielleicht ein paar Mal pro Jahr eine Kopfschmerztablette nimmt, wenn man es wirklich braucht (war zwar bei mir noch nie der Fall). Was ich aber schlimm finde, ist die Einstellung und Mentalität, die diese Werbung vermittelt: «Wenn dir mal das Bein ein bisschen weh tut, nimm einfach eine Aspirin und betäube den Schmerz.» Das kann’s ja wohl nicht sein.
Gibt’s darüber keine Bestimmungen, wie weit Medikamentenwerbungen gehen dürfen? Medikamente sollten nicht normale Konsumgüter sein und sie sollten nicht ohne Bedenken oder grundlos verwendet werden.
